Kein Hollywood in Los Angeles
WHOOOSE HOUSE? RAMS HOUSE!!! Die Rams gewinnen das Stadtduell mit 24-9 und beweisen damit, wem das SoFi Stadium gehört. Eine große Show war das Spiel allerdings nicht, denn der Motor war lange kalt und brauchte einiges an Zeit, bis er schließlich ins Laufen kam. Nach einer schwachen ersten Hälfte konnte man sich allerdings in der zweiten Halbzeit deutlich steigern und letztendlich den Record auf 4-4 stellen. Justin Herbert unterstütze einmal mehr seinen Gegner mit 2 Interception und konnte keinen eigenen Touchdown kreieren. Für Unterhaltung sorgte Aaron Donald mit einem sehr missglückten Fumble-Recovery-Versuch, über den zum Glück letztendlich McVay und Co. Witze machen konnten.
Sean McVay had a good laugh talking about Aaron Donald's near touchdown https://t.co/il9yuvvGcO
— FOX Sports: NFL (@NFLonFOX) November 2, 2026
Spielverlauf
Das erste Viertel war alles andere als spektakulär. Die Chargers begannen mit Ballbesitz, wurden allerdings direkt mit einem 3&out wieder vom Feld geschickt. Die Rams ihrerseits gingen nach 3 Plays wieder vom Platz, allerdings aufgrund der unbequemen Tatsache, dass Matthew Staffords Passversuch zu WR Konata Mumpfield von Chargers DB Tarheeb Still abgefangen wurde. Die Bolts bekamen den Ball an der 47-Yard-Linie, doch mit 2 Pässen für negative Yards und einer Incompletion gingen die Chargers erneut nach 3 Plays vom Platz. Die Rams liefen zweimal mit RB Blake Corum für insgesamt 6 Yards und bei 3&4 hielt die Chargers Defense stand - auch die Rams Offensive musste wieder vom Platz.
Nach 8 gespielten Minuten gab es dann dann das erste wirkliche Highlight für die Rams, denn Quentin Lake konnte Herberts Pass abfangen und bis an die 19-Yard-Linie zurücktragen. Es folgten 2 Pässe auf Nacua für 5 und 3 Yards, jedoch konnte man das First Down mit einem Incomplete Pass auf Mumpfield nicht holen. K Brandon McManus verwandelte daraufhin sein erstes Field Goal für die Rams zur 3-0 Führung. Im darauffolgenden Drive konnte Chargers WR Ladd McConkey mit einem Catch-And-Run über 30 Yards den Ball vorantreiben und die Chargers glichen über Cameron Dicker aus 42 Yards zum 3-3 aus.
Das zweite Viertel begann und das Spiel wurde nicht wirklich besser. Die Rams-Offense ging unverrichteter Dinge direkt wieder vom Platz und die Chargers konnten mit 2 tollen Pässen über 15 Yards (Harris) und 20 Yards (Kolar) den Ball vorantreiben. An der 28-Yard-Linie war allerdings Schluss und Dicker kam zum zweiten Fieldgoal-Versuch aufs Feld. Dieser war erfolgreich und so stand es 6-3 für die Bolts. Die Offense von McVay hatte allerdings immer noch nicht wirklich Lust und ging nach 3 Pässen erneut wieder vom Feld, sodass die Gäste erneut den Ball bekamen. Sie starteten auch direkt furios mit einem 21-Yard-Pass auf Quentin Johnston und aus Rams-Fan-Sicht bekam man so langsam ein mulmiges Gefühl. Mit einem Mix aus Laufspiel und Pässen kamen die Chargers auch übers Feld, ehe Fiske dem ganzen bei 3rd & 3 an der 23-Yard-Linie ein Ende setzte. So musste Dicker seinen Fuß erneut einsetzen: 9-3. Mit knapp 2 Minuten auf der Uhr bekam Stafford wieder den Ball in die Hand und konnte mit einer 40-Yard-Bombe auf Tutu Atwell die Rams-Fans hoffen lassen. Es folgte ein 3-Yard-Pass auf Kyren Wiliams sowie 13 Yards auf Puka Nacua, ehe Williams den letzten Yard gehen durfte und die Rams in Führung brachte. Gedanklich alle schon in der Halbzeit, da warf Justin Herbert einen Hail-Mary-Pass in Richtung Endzone und irgendwie konnte das Ding sogar von McConkey gefangen werden, doch zum großem Glück ging er nicht in der Endzone zu Boden, sondern an der 1-Yard-Linie, als nur noch Nullen auf der Uhr standen. Das war knapp!
Chargers were SO close 👀
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Durch den Beinahe-Schock vor der Halbzeit wachgerüttelt, marschierte die Rams-Offense nach dem Seitenwechsel das Feld hinunter. Corum übernahm die Verantwortung und es folgte ein Run nach dem anderen für durchschnittlich 6 Yards. Mit 2 eingebauten 12-Yard-Pässen auf Star-Receiver Nacua war es wieder einmal Corum der die Lücke fand und über ganze 23 Yards das Ei in die Endzone trug: 17-9 aus Rams-Sicht! Auf der anderen Seite wurden die Chargers direkt nach 3 Versuchen wieder vom Feld geschickt, allerdings konnten die Rams ihrerseits dieses Mal nur einen First-Down erzielen und gaben das Angriffsrrecht zurück zu Herbert. Dieser hatte wieder einen seiner Blackout-Momente und Rams Cornerback Trent McDuffie schnappte sich den Pass, den er danach bis zur 22-Yard-Linie zurücktrug. Dieses Geschenk nahm McVay gerne an. Nach einem 4 Yard Run für Williams machten Stafford und Nacua kurzen Prozess und beförderten den Ball mit einem schönen Catch&Run in die Endzone für die 24-9 Führung.
Der Rest des Spiels war wenig spannend. Nach einem schönen Sack schaffte Aaron Donald in der oben angesprochenen Szene nicht, den Ball zu recovern, die Chargers mussten aufgrund des Raumverlusts jedoch erneute punten. Im letzten Viertel folgte dann lediglich ein Punt der Rams, in Folge dessen die Offense um McDaniels den Ball zwar bewegen konnte und durch eine "Roughing the Passer"-Strafe den Drive am Leben halten konnten, jedoch war es ihnen nicht möglich, nach einem weiteren Sack von Stewart die daraus fürs First Down nötigen 17 Yards zu überwinden. Der Turnover on Downs gab den Rams den Ball zurück. Kyren Williams hatte genug von dem Spiel, denn er bekam den Ball fast ausschließlich und schaffte es jedes Mal, innerhalb der 3 Versuche ein neues First Down zu erzielen und die Uhr somit 6:39 Minuten zu melken, was den Sieg besiegelte und die Chargers weiterhin sieglos zurück ließ.
Was lief gut?
Die Defense konnte die Schwächen der Chargers ausnutzen, regelmäßig Druck generieren, hat keinen Touchdown zugelassen und 2 Interceptions forcen. Auch wenn die erste Halbzeit offensiv nicht gut aussah, wusste man sich nach der Pause zu bessern und Antworten zu finden. Nachdem man in jüngster Vergangenheit öfters das Gefühl hatte, McVay fände keine Lösungen, gab es dieses Mal definitiv eine Leistungssteigerung. Das Laufspiel wird immer mehr involviert und vor allem Blake Corum hat am Sonntag einen guten Tag erwischt. 2 Runningbacks auf so gutem Niveau zu haben, macht die Rams-Offense deutlich gefährlicher. Dass Puka Nacua abgeliefert hat, ist ja mehr oder weniger selbstverständlich. Mit 80 Yards gingen die Hälfte von Staffords 157 Passing Yards in seine Hände.
Protectin' the paint.
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Was lief nicht gut?
Der Start in das Spiel lief alles andere als gut, denn direkt im dritten Play warf Stafford eine Interception. Der 40 Yard Pass auf Tutu kurz vor Ende der ersten Halbzeit war tatsächlich das erste First Down, dass die Rams schafften. Das Field Goal zuvor war begünstigt aus der guten Fieldposition durch Lakes Interception.
Play of the Game
Tutu Atwell hat mit seinem explosiven 40-Yard-Catch die Offense wachgerüttelt und die Weichen für den wichtigen Touchdown vor der Halbzeit gestellt.
B-e-a-utiful ball from Matthew to Tutu!
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Player of the Match
Auch diese Woche gebe ich den Award an unseren Running Back Blake Corum. Er kam aus der Halbzeit und hat den Drive komplett an sich gerissen. Schöne Läufe, gebrochene Tackles und ein 23-Yard-Touchdown Run brachten die Rams auf Spur und sicherten am Ende den wichtigen Sieg.
Fazit
A win is a win. Die erste Halbzeit war gruseliger als Halloween am Tag zuvor, jedoch konnte man die Maske ablegen und einen wenig glorreichen Sieg einfahren. Es zeigt sich ein Muster ab, dass die Rams schlecht in die Spiele starten, so dass man sich weiterhin fragen muss, ob McVay die richtigen Gameplans mitbringt. Die Defense sah heute sehr gut aus, wusste die formschwache Chargers Offensive auszunutzen und ließ keinen Touchdown zu. Mit einem 4-4 Record sind wieder alle Chancen offen, jedoch muss sich immer noch so einiges verbessern, um am Ende wirklich ein Contender sein zu können.

