Wird das Weiße Haus zum Rams House?
Nach zwei Siegen in Folge reisen unsere Rams am Sonntag nach Washington. Dort warten die Commanders, die sich zuletzt gegen Philadelphia behaupten könnten. Für die Rams ist das eine gute Gelegenheit, den positiven Trend fortzusetzen und sich vor der Bye Week weiter in Richtung Playoff-Rennen zu schieben.
Die Rams können gegen die Commanders zum ersten mal in dieser Saison einen positiven Record erlangen. Für deutsche Rams Fans ein Highlight in zweierlei Hinsicht: Zum einen spielt man ausnahmsweise mal wieder um 19:00, zum anderen trifft sich der Rams Germany e.V. zum 5 Jährigen Jubiläum zur Jahreshauptversammlung mit anschließender Watch Party zu dem Game in Coburg.
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Über die Commanders
Division: NFC East
Record: 2-4-1
Standing: 3rd
Key Players: QB Jayden Daniels, RB Rachaad White, WR Stefon Diggs, EDGE Odafe Oweh, LB Sonny Styles
Die Commanders stehen bei 2–4–1 und hatten einen eher holprigen Saisonstart. Am vergangenen Wochenende gelang allerdings ein überzeugender 27:10-Sieg gegen Philadelphia, womit man zumindest vorübergehend wieder etwas Ruhe in die Hauptstadt bringen konnte. In einer offenen NFC East möchten die Commanders den Anschluss in der Division nicht verlieren.
Offense
Angeführt wird die Offense von QB Jaylen Daniels. Dieser ist in seinem dritten NFL Jahr und möchte nach einer verletzungsgeprägten Sophomore Season wieder an seine "Rookie of the Year" Leistung anknüpfen. Daniels ist ein moderner Dual-Threat-Quarterback, er kann also sowohl über das Laufspiel als auch über das Passspiel gefährlich werden. Bislang stehen 6 TDs durch die Luft und 2 TDs am Boden auf seinem Konto.
Im Receiving Corps hat sich nach dem Ausfall von Terry McLaurin einiges verändert. Stefon Diggs ist mit fünf Touchdowns das wichtigste Redzone Target, während Rookie Antonio Williams mit 259 Receiving Yards sogar knapp vor ihm liegt, was die Gefangenen Yards angeht. Treylon Burks bringt mit durchschnittlich 19,4 Yards pro Catch eine zusätzliche Big-Play-Komponente ins Spiel.
Mit 126,6 Rushing Yards pro Spiel gehört Washington zu den besseren Teams der Liga. Rachaad White führt das Backfield an, da Sophomore Jacory Croskey-Merritt ausfällt.
Sorgenkind ist die Third-Down-Effizienz: Gerade einmal 31,9 Prozent der Versuche werden erfolgreich verwandelt. Das ist aktuell einer der schlechtesten Werte der NFL.
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— Los Angeles Rams (@RamsNFL) November 6, 2026
Defense
Mit 26 zugelassenen Punkten pro Spiel gehört Washington zu den schwächeren Defenses der NFL. Besonders auffällig ist allerdings die Turnover-Produktion: Mit einer Differenz von +7 stehen die Commanders ligaweit auf Platz drei. Zehn gegnerische Ballverluste wurden bislang erzwungen, lediglich drei eigene abgegeben.
Im Pass Rush führen Odafe Oweh mit vier Sacks und K'Lavon Chaisson mit 3,5 Sacks das Team an. Insgesamt stehen für Washington 16 Sacks zu Buche. Gerade gegen Philadelphia konnte die Defensive ordentlich Druck erzeugen. Allerdings fehlen mit Daron Payne und Javon Kinlaw zwei wichtige Defensive Tackles. Ob dies auf den Rams Gameplan Einfluss hat, bleibt abzuwarten.
Rookie-Linebacker Sonny Styles ist mit 54 Tackles in der Liga angekommen und wird versuchen, auch gegen LA die Mitte des Feldes sauber halten. In der Secondary gehören Rasul Douglas, Mike Sainristil und Amik Robertson zu den wichtigsten Spielern.
Die Matchups
Rams D-Line vs. Jayden Daniels
Das wohl wichtigste Matchup des Spiels. Daniels ist mit seinen Läufen ein enormes Problem für jede Defense. Die Rams müssen Pressure erzeugen, ohne ihre Rush Lanes aufzugeben. Gerade Byron Young und Myles Garrett (sofern er fit ist) könnten entscheidend sein, wenn sie Daniels früh unter Druck setzen und gleichzeitig die Kontrolle über die Pocket behalten, um für ausreichend Contain zu sorgen.
Rams Receiver vs Commanders Secondary
Die Commanders-Passverteidigung gehört mit 243 zugelassenen Yards pro Spiel zu den schwächeren der Liga. Daher muss Sean McVay versuchen, Puka Nacua in vorteilhafte Matchups zu bringen, um genau da zu attackieren, wo es der Defense weh tut. Terrance Ferguson könnte, sofern er spielen kann, ebenfalls ein Faktor in einem Passing Game sein, welches zuletzt weitere Optionen hinter Puka schmerzlich vermisst hat.
Rams Secondary vs Commanders Receiver
Die Rams Secondary gehört nominell zur absoluten Elite. Allerdings fällt CB Jaylen Watson die komplette Saison aus und ein Einsatz von Trent McDuffie sowie Cam Kurl ist ebenfalls fraglich. Der Ausfall kann nicht so einfach kompensiert werden, sodass Washington versuchen wird, die Backups der Rams Secondary zu attackieren um den Ball über die Luft zu bewegen.
Injury Report

Fazit
Auf dem Papier sind die Rams das bessere Team. Es gibt es eine Statistik, die uns durchaus Sorgen bereiten sollte: Die Commanders Turnover Differenz steht +7, die der Rams bei -4. Washington hat bisher hervorragend davon profitiert, gegnerische Fehler auszunutzen. Und die Rams haben in dieser Saison bereits mehr als einmal bewiesen, dass sie durchaus in der Lage sind, sich selbst das Leben unnötig schwer zu machen. Sollte die Offense ihren Rhytmus finden und die Defense Daniels in der Pocket halten, stehen die Chancen auf einen Sieg sehr gut. Dass bei den Rams diese Saison aber nicht immer alles nach Plan läuft, wissen wir mittlerweile, von daher erwarte ich auch hier ein enges Spiel mit ungewissem Ausgang.
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